Preisträger
23. Internationales Bergfilm-Festival Tegernsee 

 

Großer Preis der Stadt Tegernsee

Le sang et la boue
Kongo – Of Mud and Blood

Jean-Gabriel Leynaud | PallasFilm GmbH | Frankreich, Deutschland

 

Jurybegründung

„Kongo – Of Mud and Blood“ wurde von der Jury einstimmig für den Erhalt des Großen Preises der Stadt Tegernsee ausgewählt. Neben seiner Aktualität und gesellschaftlichen Relevanz honoriert die Jury den erzählenden Stil des Filmes. Der Filmemacher Jean-Gabriel Leynaud nimmt den Zuschauer mit zu den Menschen in Ost-Kongo, deren Leben vom Abbau des Erzes Coltan, bitterer Armut und den immer wiederkehrenden Angriffen bewaffneter Milizen geprägt ist. Der Film erzählt Geschichten aus dem Leben zwischen Staub und Schlamm auf meisterhafte Art und Weise, wobei er seinen Protaganist*innen stets mit Respekt und auf Augenhöhe begegnet. Ungeschönt und mit teils erdrückender Ehrlichkeit wird dem Zuschauer vermittelt, welche Folgen die Globalisierung zeitigt – und wer die Kosten dafür trägt. Ein Film, der gesehen werden muss.

Bester Film der Kategorie "Erlebnisraum Berg" - DAV Preis

Run Again

Alexis Berg | Little Hell Production | Frankreich

 

Jurybegründung

Im Mittelpunkt des Filmes von Alexis Berg steht die Begeisterung des charismatischen Sängers Dave Pen für Musik und Trailrunning. Zwei auf den ersten Blick unterschiedliche Welten, verbunden durch die Sucht nach körperlicher und mentaler Verausgabung. Die Jury schätzt das sensible, ehrliche und ästhetisch eindrucksvolle Portrait, das die beiden konträren Leidenschaften des Protagonisten auf ebenso spektakuläre wie sensible Weise miteinander verbindet.

Bester Film der Kategorie "Naturraum Berg" Preis gestiftet von monte mare Tegernsee

2000 jours au paradis

Véronique, Anne und Erik Lapied | Lapiedfilm | Frankreich

 

Jurybegründung

Die Jury hebt die Einfachheit dieses Films hervor, der die Natur in den Vordergrund stellt, ohne dabei belehrend zu wirken. Es gibt hier keine geschönten Bilder und keine Effekthascherei. Stattdessen begleitet der Film zurückhaltend Vater, Mutter und Tochter Lapied auf deren Suche nach den scheuen Bewohnern alpiner Bergwelten und zeigt dabei Aufnahmen, deren Entstehung viel Geduld, Leidenschaft und Hingabe erfordern.

Bester Film der Kategorie "Lebensraum Berg" Preis der Tegernseer Energiegesellschaft

Materia Prima

Jens Schanze | Mascha Film GbR | Deutschland

 

Jurybegründung

Der Film „Materia Prima“ beobachtet aus verschiedenen Blickwinkeln das Interesse am weltweit größten Lithium-Vorkommen im Cerro Rico nahe der bolivianischen Stadt Potosí. Internationale Investoren stehen hier den Einwohnern gegenüber. Jens Schanze gelingt in eindrücklichen Bildern ein Werk von großer gesellschaftlicher Bedeutung. Die Jury lobt den präzisen Blick, der zurückhaltend, gekonnt und ohne Wertung den Verlust und die Zerstörung eines Lebensraumes zum Zwecke der globalen Energiewende dokumentiert.

 

"Otto-Guggenbichler-Nachwuchspreis" zur Verfügung gestellt von der Familie Guggenbichler

This Isn’t Me

Gabriele Giuso, Brando Carasso  |  Workless Collective | Italien

 

Jurybegründung

Mit dem Nachwuchspreis zeichnet die Jury „This isn’t me“ von Gabriele Giuso und Brando Carasso aus. So viel Humor und Selbstironie findet man in einem Kletterfilm nur selten – erst recht auf dem Leistungsniveau seiner Protagonisten. Die Jury würdigt diesen Film für seinen humorvollen und provokanten Ansatz, der auf spielerischer Weise mit der Persönlichkeit des Kletterers Hamish McArthur arbeitet. Dessen enorme sportliche Leistung rückt dabei in den Hintergrund und macht Platz für ein originelles und geistreiches Portrait des Kletterers. Eine gelungene Parodie auf den klassischen Kletterfilm.

Preis für die "Bemerkenswerteste Kameraleistung" gestiftet von Rotary Club Tegernsee

Le sang et la boue                                      Kongo – Of Mud and Blood

Jean-Gabriel Leynaud | PallasFilm GmbH | Frankreich, Deutschland

 

Jurybegründung

Die Jury nominiert den Film „Kongo – Of Mud and Blood“ von Jean-Gabriel Leynaud, der das Bergarbeiterdorf Numbi in der Demokratischen Republik Kongo porträtiert, für die bemerkenswerteste Kameraleistung. Unter widrigsten Bedingungen gelang es dem Regisseur und Kameramann, eindrückliche Bilder einzufangen, mit denen das Publikum auf eine direkte und unaufdringliche Art den Protagonist*innen folgt. So entstand ein intimes Portrait der Menschen und ihr Leben in Numbi, bei dem die Existenz der Kamera fast vergessen wird. Die Jury bewundert, unter welch großen Strapazen und mit welcher Risikobereitschaft diese Aufnahmen entstanden sind.

Preis für den "Besonderen Film" gestiftet von Rotary Club Tegernsee

Kronoshock

Ignasi López Fàbregas | Spanien

Jurybegründung

Der Stopp-Motion-Film von Ignasi López Fàbregas zeigt anhand der Geschichte von Lord Cliffrider und seiner Nachfolger die Besteigung eines mystischen Berges. Durch gekonntes und unerwartetes Weiterspinnen der Geschichte wird der Film zum perfekten Spiegel der Entwicklung des Bergsteigens – und unserer Gesellschaft –, der zum Nachdenken anregt. Die Jury findet die künstlerische Arbeit von humorvoller Tiefe besonders lobenswert.

Lobende Erwähnung der Jury gestiftet von monte mare Tegernsee

Loving Karma

Johnny Burke, Andrew Hinton | Andrew Hinton | Indien

 

Jurybegründung

Der Film über den ehemaligen buddhistischen Mönch Lobsang Phuntsok zeigt, wie seine Schule Jhantse Gatsal Kinder vor der Verwahrlosung rettet und ihnen eine Chance für eine hoffnungsvollere Zukunft bietet. Der Film berührt die Jury durch seine emotionale Nähe zum Schicksal der Kinder. Gleichermaßen zeigt er ungeschminkt die Härte des Lebens und die negativen Auswirkungen kultureller Strukturen.

 

Lobende Erwähnung der Jury gestiftet von monte mare Tegernsee

Zahir

Julien Nadiras | Julien Nadiras, Choong Katherine, Le Menestrel Eline | Schweiz

 

Jurybegründung

Eine weitere lobende Erwähnung erhält der Film „Zahir“. Dieser erzählt die Geschichte der zwei Kletterinnen Katherine Choong und Eline Le Menestrel, die sich an der anspruchsvollen Route „Zahir“ in den Schweizer Wendenstöcken versuchen, wobei sie mit dem Fahrrad anreisen und ausschließlich im Zelt übernachten. Mit ihrer unbeschwerten Art verlieren die beiden Frauen niemals ihren Humor. Sie klettern mit Freude und Leichtigkeit, während die Aufnahmen durchaus die Ernsthaftigkeit der Route unterstreichen. Die Jury findet die Herangehensweise und die Selbstreflexion der zwei jungen Frauen bemerkenswert.

BR 2 Publikumspreis

Six Days to the Edge – Ein Highline-Abenteuer an den Angel Falls 

Valentin Rapp | Deutschland

 

 

LOWA Young Talents Award 2025

Der Zeit ihre Steine

Hanna Carmen Schneider, Paul Schweller Deutschland

 

 

LOWA Young Talents Award 2026

€ 5.000  Förderung für Jungfilmer

Gewinner: Luis Klimt